Gottesdienst, 6. September 2020

Am 13. Sonntag nach Trinitatis geht es in den Lesungen, Gebeten und Reflexionen um die Frage, wer unser Nächster ist. Wie können wir als Christen denen gerecht werden, die Gott in unser Leben als die Nächsten stellt? Was können wir aus der Geschichte der jungen Christengemeinde hierzu lernen? Neben einer Teilnahme vor Ort bieten wir wieder einen Live-Stream an.

Digitales Liedblatt


Begrüßung

Eingangslied „Die güldene Sonne voll Freud und Wonne“ EG 449, 1-3

1) Die güldne Sonne / voll Freud und Wonne
bringt unsern Grenzen / mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, / die lagen darnieder;
aber nun steh ich, / bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

2) Mein Auge schauet, / was Gott gebauet
zu seinen Ehren / und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß
und wo die Frommen / dann sollen hinkommen,
wann sie mit Frieden / von hinnen geschieden
aus dieser Erden vergänglichem Schoß.

3) Lasset uns singen, / dem Schöpfer bringen
Güter und Gaben; / was wir nur haben,
alles sei Gotte zum Opfer gesetzt!
Die besten Güter / sind unsre Gemüter;
dankbare Lieder / sind Weihrauch und Widder,
an welchen er sich am meisten ergötzt.

Psalm 112

Halleluja! Wohl dem, der den Herrn fürchtet,
der große Freude hat an seinen Geboten!
     Sein Geschlecht wird gewaltig sein im Lande;
     die Kinder der Frommen werden gesegnet sein.
Reichtum und Fülle wird in ihrem Hause sein,
und ihre Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
     Den Frommen geht das Licht auf in der Finsternis,
     gnädig, barmherzig und gerecht.
Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht
und das Seine tut, wie es recht ist!
     Denn er wird niemals wanken;
     der Gerechte wird nimmermehr vergessen.
Vor schlimmer Kunde fürchtet er sich nicht;
sein Herz hofft unverzagt auf den Herrn.
     Sein Herz ist getrost und fürchtet sich nicht,
     bis er auf seine Feinde herabsieht.
Er streut aus und gibt den Armen; /
seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
     Sein Horn wird erhöht mit Ehren.
     Der Frevler wird's sehen und es wird ihn verdrießen; /
mit den Zähnen wird er knirschen und vergehen.
Denn was die Frevler wollen, das wird zunichte.

Gloria Patri

Kyrie

Gloria in Excelsis

Gebet des Tages

Epistel: 1. Joh 4,7-12

Evangelium: Lk 10,25-37

Glaubensbekenntnis 
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Wochenlied „So jemand spricht: Ich liebe Gott“ EG 412,1-3

1) So jemand spricht: Ich liebe Gott! 
Und haßt doch seine Brüder, 
Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, 
Und reißt sie ganz darnieder. 
Gott ist die Lieb, und will, daß ich 
Den Nächsten liebe, gleich als mich.

2) Wer dieser Erden Güter hat, 
Und sieht die Brüder leiden, 
Und macht den Hungrigen nicht satt, 
Läßt Nackende nicht kleiden; 
Der ist ein Feind der ersten Pflicht, 
Und hat die Liebe Gottes nicht.

3) Wer seines Nächsten Ehre schmäht, 
Und gern sie schmähen höret; 
Sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, 
Und nichts zum Besten kehret; 
Nicht dem Verleumder widerspricht; 
Der liebt auch seinen Bruder nicht.

Predigt zu Apg 6,1-7

Predigtlied "Gott rufet noch” EG 392,1-3

1) Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich hören?
Wie lass ich mich bezaubern und betören!
Die kurze Freud, die kurze Zeit vergeht,
und meine Seel noch so gefährlich steht.

2) Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich kommen?
Ich hab so lang die treue Stimm vernommen.
Ich wusst es wohl: ich war nicht, wie ich sollt.
Er winkte mir, ich habe nicht gewollt.

3) Gott rufet noch. Wie, dass ich mich nicht gebe!
Ich fürcht sein Joch und doch in Banden lebe.
Ich halte Gott und meine Seele auf.
Er ziehet mich; mein armes Herze, lauf!

Abkündigungen

Fürbitten

Vaterunser… im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Ausgangslied „Herr, wir bitten: Komm und segne uns" EG 572,1-3

(REF)
Herr, wir bitten: Komm und segne uns;
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
 
1) In die Nacht der Welt
hast du uns gestellt,
deine Freude auszubreiten.
In der Traurigkeit,
mitten in dem Leid,
laß uns deine Boten sein.
 
2) In die Schuld der Welt
hast du uns gestellt,
um vergebend zu ertragen,
daß man uns verlacht,
uns zu Feinden macht,
dich und deine Kraft verneint
 
3) In den Streit der Welt
hast du uns gestellt,
deinen Frieden zu verkünden,
der nur dort beginnt,
wo man, wie ein Kind,
deinem Wort Vertrauen schenkt.

Segen