Gottesdienst zum Reformationsgedenken, 1. November

Als deutschsprachige Gemeinde in New York gedenken wir am Sonntag nach dem 31. Oktober der Reformation und unserer lutherischen Wurzeln und feiern den Bekenntnis- und Geburtstag der evangelischen Kirche.

Was mit der Geschichte des Mönchs Martin Luther, der 1517 seine 95 Thesen an der Wittenberger Schlosskirche anschlug und Europa in Aufruhr versetzt hatte, steht im Mittelpunkt unseres Gottesdienstes, der zu einem freien und furchtlosen Bekenntnis durch das Vorbild Martin Luthers aufruft. Wir sind tief in dem evangelischen Bekenntnis verwurzelt, das uns auch dazu verpflichtet auf gegenwärtige Missständen hinzuweisen und die Kirche als eine sich stets hinterfragende und reformierende zu sehen.

Auch an diesem Sonntag, 1. November, laden wir Sie wieder um 10:30 Uhr ein, mit uns vor Ort oder digital diesen Gottesdienst zu feiern. Hierzu steht Ihnen bei einer digitalen Teilnahme ein Live-Stream (LINK) wie auch ein digitales Liedblatt zur Verfügung.

 

Digitales Liedblatt

Ludwig van Beethoven: Bagatelle in C Major, Op. 33-2 (Samuel Groß)

Begrüßung

Eingangslied „Gott ist gegenwärtig" EG 165, 1+2.8

1) Gott ist gegenwärtig. 
Lasset uns anbeten 
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte. 
Alles in uns schweige 
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt, 
schlag die Augen nieder; 
kommt, ergebt euch wieder.

2) Gott ist gegenwärtig, 
dem die Cherubinen 
Tag und Nacht gebücket dienen.
Heilig, heilig, heilig! 
singen ihm zur Ehre 
aller Engel hohe Chöre.
Herr, vernimm unsre Stimm, 
da auch wir Geringen 
unsre Opfer bringen.

8) Herr, komm in mir wohnen, 
lass mein' Geist auf Erden 
dir ein Heiligtum noch werden;
komm, du nahes Wesen, 
dich in mir verkläre, 
dass ich dich stets lieb und ehre.
Wo ich geh, sitz und steh, 
lass mich dich erblicken 
und vor dir mich bücken.

Psalm 46

Gott ist unsere Zuversicht und Stärke,
eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
    Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge
    und die Berge mitten ins Meer sänken
wenngleich das Meer wütete und wallte
und von seinem Ungestüm die Berge einfielen.
    Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben
    mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben.
Gott hilft ihr früh am Morgen.
    Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen,
    das Erdreich muss vergehen, wenn er sich hören lässt.
Der Herr Zebaoth ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unser Schutz.

Gloria Patri

Kyrie

Gloria in Excelsis

Gebet des Tages

Epistel: Röm 3,21-28  

Evangelium: Mt 5,1-10

Glaubensbekenntnis 
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Wochenlied „Nun freut euch, lieben Christen g´mein“ EG 341, 1-3

1. Nun freut euch, lieben Christen gmein, 
Und laßt uns fröhlich springen, 
Daß wir getrost und all in ein 
Mit Lust und Liebe singen, 
Was Gott an uns gewendet hat 
Und seine süße Wundertat 
Gar teur hat ers erworben. 

2. Dem Teufel ich gefangen lag, 
Im Tod war ich verloren, 
Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag, 
Darin ich war geboren; 
Ich fiel auch immer tiefer drein, 
Es war kein Guts am Leben mein, 
Die Sünd hat mich besessen. 

3. Mein gute Werk, die galten nicht, 
Es war mit ihn verdorben, 
Der frei Will hasset Gotts Gericht, 
er war zum Gut erstorben. 
Die Angst mich zu verzweifeln treib, 
Daß nichts denn Sterben bei mir bleib, 
Zur Höllen mußt ich sinken. 

Predigt zu Mt 10, 26b-33

Predigtlied „Ein feste Burg ist unser Gott“ EG 362, 1-4

1) Ein feste Burg ist unser Gott, 
ein gute Wehr und Waffen. 
Er hilft uns frei aus aller Not, 
die uns jetzt hat betroffen. 
Der alt böse Feind, 
mit Ernst er's jetzt meint; 
groß Macht und viel List 
sein grausam Rüstung ist, 
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2) Mit unsrer Macht ist nichts getan, 
wir sind gar bald verloren; 
es streit für uns der rechte Mann, 
den Gott hat selbst erkoren. 
Fragst du, wer der ist? 
Er heißt Jesus Christ, 
der Herr Zebaoth, 
und ist kein andrer Gott; 
das Feld muß er behalten.

3) Und wenn die Welt voll Teufel wär 
und wollt uns gar verschlingen, 
so fürchten wir uns nicht so sehr, 
es soll uns doch gelingen. 
Der Fürst dieser Welt, 
wie saur er sich stellt, 
tut er uns doch nichts; 
das macht, er ist gericht: 
ein Wörtlein kann ihn fällen.

4) Das Wort sie sollen lassen stahn 
und kein Dank dazu haben; 
er ist bei uns wohl auf dem Plan 
mit seinem Geist und Gaben. 
Nehmen sie den Leib, 
Gut, Ehr, Kind und Weib: 
lass fahren dahin, 
sie haben's kein Gewinn, 
das Reich muss uns doch bleiben.

Abkündigungen

Fürbitten

Vaterunser

… im Himmel, geheiligt werde Dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Ausgangslied "Die Kirche steht gegründet“ EG 264, 1-3

1) Die Kirche steht gegründet allein auf Jesum Christ, 
sie, die des großen Gottes erneute Schöpfung ist. 
Vom Himmel kam er nieder und wählte sie zur Braut, 
hat sich mit seinem Blute ihr ewig angetraut.

2) Erkorn aus allen Völkern, doch als ein Volk gezählt; 
ein Herr ist's und ein Glaube, ein Geist, der sie beseelt, 
und einen heiigen Namen ehrt sie, ein heilges Mahl, 
und eine Hoffnung teilt sie, kraft seiner Gnadenwahl.

3) Schon hier ist sie verbunden mit dem, der ist und war, 
hat selige Gemeinschaft mit der vollend'ten Schar. 
Mit denen, de vollendet, zu dir, Herr, rufen wir:

Verleih, daß wir mit ihnen dich preisen für und für.

Segen