Ostergottesdienst am 17. April 2022

Dürer
Bildrechte Wilfried Wassermann

Ostern ist eine Zumutung! Denn da geht es nicht um das alljährliche Frühlingserwachen oder um den Kreislauf des Lebens, sondern um den Durchbruch Jesu durch den scheinbar unüberwindbaren Tod. Das angehängte Bild ist für mich symbolisch für die Tatsache geworden. Es zeigt das Schlafzimmer unserer Wohnung im Libanon, das im Bürgerkrieg (1975 bis 1990) geplündert und zerstört wurde. Zu sehen ist einerseits das Chaos und die Unordnung, die die Plünderer zurückgelassen haben. Aber an der Wand haben sie die Auferstehungsszene von Albrecht Dürer hängen lassen.

So ist Ostern: In unserer zerstörerischen und vom Tod gezeichneten Welt schwebt der Auferstandene als Zeichen der Botschaft der Überwindung alles Bösen, des Todes und des Teufels. Unten herrscht Chaos, aber über allem steht der Auferstandene, der einmal sein Reich des Friedens durchsetzen wird.

Das wollen wir an Ostern wieder feiern und laden zum Abendmahls-Gottesdienst mit festlicher Trompetenmusik um 10.30 Uhr herzlich ein.

Der Gottesdienst wird auf die Facebookseite der St.-Pauls-Kirche übertragen